Ein Tablet und ein Setup zum Notenlesen wählen

Für Seiten in voller Größe ist ein Tablet mit 12,9 bis 13 Zoll am bequemsten, weil eine Seite fast so groß wie Papier erscheint. Ein 11-Zoll-Tablet eignet sich gut für einstimmige Stimmen und unterwegs. Handys passen zu Leadsheets und Akkordblättern. Nimm einen matten Bildschirm, einen Ständer und ein Ladegerät.

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Welche Tabletgröße solltest du nehmen?

Noten sind für eine Seite von etwa 8,3 mal 11,7 Zoll (A4) oder 8,5 mal 11 Zoll (Letter) gedruckt. Je näher dein Bildschirm daran ist, desto leichter lässt es sich auf Armeslänge lesen.

Bildschirmgrößen zum Notenlesen, mit ungefährem Seitenmaßstab
BildschirmEine ganze Seite erscheint etwaAm besten fürWorauf du achten solltest
Tablet mit 12,9 bis 13 ZollNeun Zehntel der Papiergröße oder etwas wenigerKlavier, Orchesterstimmen, ganze Partituren, Lesen vom StänderGewicht und Preis; braucht einen stabilen Ständer
Tablet mit 10 bis 11 ZollEtwa drei Viertel der PapiergrößeStimmen, Chormappen, unterwegs, ÜbenKleine Notation auf dichten Seiten; halbseitiges Blättern hilft
Tablet mit 7 bis 8 ZollEtwa die Hälfte der PapiergrößeLeadsheets, Akkordblätter, TextZu klein für dichte Klaviermusik
HandyEin Bruchteil einer SeiteAkkordblätter, Text, ein kurzer BlickEine Zeile auf einmal; schlecht für eine ganze Partitur

Die Zahlen sind grob und hängen von Form und Rändern des Tablets ab. Spielst du aus dichter Klaviermusik, wähle den größten Bildschirm, den du tragen kannst. Liest du einstimmige Stimmen, reichen 11 Zoll völlig.

Gewicht zählt in der Hand mehr als auf einem Ständer, wähle auf einem Ständer also zuerst die Größe.

Wann ein Handy reicht

Ein Handy ist gut für Leadsheets, Akkordblätter und Text, wo die Notation groß ist und eine Zeile viel Musik fasst. Stell es auf einen Mikrofonständer oder eine Klemme. Nutze das Querformat und eine große Schrift. Für ganze Klavierpartituren ist ein Handy nicht gut. Du würdest alle paar Sekunden umblättern.

Ständer und Halterungen

  • Auf einem Klavier: Ein Notenpult kann ein Tablet halten, aber eine breite Ablage oder eine Hülle mit Standfuß hilft. Prüfe, dass das Tablet nicht rutscht.
  • Auf einem Notenständer: Ein Halter zum Festklemmen oder ein tablet-geeigneter Ständer mit Kante hält es stabil. Zieh ihn fest, bevor du spielst.
  • Auf einem Mikrofonständer: Eine Klemme mit Gewinde hält ein Handy oder Tablet in jeder Höhe. Es kippt, wenn es schwer ist, nimm also einen beschwerten Fuß.
  • Hoch- oder Querformat: Hochformat zeigt eine Seite in Papiergröße; Querformat passt zu halbseitigem Blättern und zwei Seiten nebeneinander auf einem großen Tablet.

Halte den Bildschirm auf derselben Augenhöhe wie Papier, etwa eine Armlänge entfernt. Kipp ihn etwas nach hinten, damit du nicht nach unten schaust.

Blendung und Helligkeit

  • Wähle eine matte Displayschutzfolie, wenn der Raum hell ist. Sie mindert Spiegelungen und gibt ein Papiergefühl für den Stift.
  • Dreh die Helligkeit in einem dunklen Saal herunter. Eine weiße Seite ist so hell wie eine Lampe. Schalte die automatische Helligkeit aus, damit sich der Bildschirm nicht mitten im Stück ändert.
  • Nutze eine helle Seite mit dunklen Noten. Manche Spieler mögen auf der Bühne einen Dunkelmodus. Teste beides.
  • Schalte „Nicht stören“ ein, damit keine Nachricht die Musik verdeckt.

Akku und Zuverlässigkeit

  • Lade vor einem Gig voll auf und nimm ein Kabel oder eine kleine Powerbank mit.
  • Schalte WLAN-Updates und automatische Downloads aus, bevor du auftrittst.
  • Halte für die wichtigsten Stücke eine Kopie der Dateien auf einem zweiten Gerät oder auf Papier bereit.
  • Nutze auf der Bühne den Flugmodus, wenn du das Netz nicht brauchst. Prüfe, dass dein Notenleser offline noch funktioniert.

Digital oder Papier?

Papier hat keinen Akku und stürzt nie ab. Ein Tablet fasst eine ganze Bibliothek und lässt dich sie durchsuchen, markieren, eine Setlist in einer Minute neu ordnen und eine Stimme teilen.

Digitale Noten und Papiernoten im Vergleich
DigitalPapier
Eine Bibliothek tragenTausende Stücke in einem GerätSchwere Mappen
MarkierungenLöschbar, können beim Takt bleibenDauerhafter Bleistift
UmblätternPedal, Tipp, halbseitig oder ZuhörenVon Hand
RisikenAkku, Abstürze, Blendung, KostenVerlust, Beschädigung, Wind
SetlistsIn Sekunden neu ordnenVon Hand neu sortieren

Viele Spieler nutzen beides: ein Tablet für das meiste und eine Papierkopie des schwersten Stücks.

Worauf du bei einem Notenleser achten solltest

Such eine App, die die Dateien öffnet, die du hast (PDF, MusicXML und so weiter), dich die Seite markieren lässt und offline funktioniert. Prüfe die Optionen zum Umblättern. SheetScroll ist ein Notenleser, der auf iPad, iPhone, Android, Mac, Windows, Linux und im Web läuft. Der Notenleser ist kostenlos und blättert per Pedal oder Tipp um. Zuhören und automatisches Umblättern sind SheetScroll Pro.

Fragen

Welche Tabletgröße ist am besten zum Notenlesen?

Ein Tablet mit 12,9 bis 13 Zoll zeigt eine Seite fast in Papiergröße und ist für Klavier und ganze Partituren am bequemsten. Ein 11-Zoll-Tablet ist für einstimmige Stimmen in Ordnung.

Kann ich Noten auf einem Handy lesen?

Ja, für Leadsheets, Akkordblätter und Text. Für dichte Klaviermusik ist ein Handy zu klein.

Wie verhindere ich Blendung auf meinem Tablet?

Nutze eine matte Displayschutzfolie, kipp den Bildschirm von Lichtern weg und dreh die Helligkeit in einem schwach beleuchteten Saal herunter.

Ist ein Tablet besser als Papier für Noten?

Es fasst eine ganze Bibliothek, bietet einfache Setlists und Markierungen und kann freihändig umblättern. Papier hat keinen Akku. Viele Spieler tragen eine Papierkopie ihres schwersten Stücks bei sich.

Brauche ich ein Tablet, um SheetScroll zu nutzen?

Nein. SheetScroll läuft auch auf iPhone, Android-Handys, Mac, Windows, Linux und in einem Browser.