Was du brauchst
Du brauchst keinen Flachbettscanner. Die Kamera eines aktuellen Handys oder Tablets ist scharf genug für gedruckte Noten, und die eingebauten Scan-Werkzeuge korrigieren Winkel und Helligkeit für dich.
- Ein Handy oder Tablet mit funktionierender Kamera.
- Einen Dokumenten-Scanmodus. Viele Handys und Tablets haben einen in der Kamera-, Notizen- oder Dateien-App.
- Eine flache Unterlage und gleichmäßiges Licht.
- Ein paar Minuten pro Stück und einen Ort für das PDF.
Prüfe, ob du die Noten kopieren darfst. Die eigene gedruckte Kopie für den eigenen Gebrauch zu scannen, ist gängige Praxis, aber die Regeln unterscheiden sich je nach Land und Verlag. Gemeinfreie Ausgaben darfst du frei kopieren.
Scannen Schritt für Schritt
- Leg die Seite auf eine flache, einfarbige Fläche, etwa einen Schreibtisch oder Tisch. Ein dunkler Hintergrund hilft dem Scanner, die Ränder zu finden.
- Schalte das Raumlicht ein und meide eine einzelne Lampe. Schatten von Hand oder Handy sehen aus wie Zeichen auf dem Notensystem.
- Öffne den Scanner. Halte die Kamera gerade über die Seite, parallel dazu, sodass alle vier Ecken mit etwas Rand zu sehen sind.
- Warte auf den Fokus und nimm dann auf. Lass den Scanner die Ränder erkennen und beschneiden.
- Sieh dir die Vorschau an. Zoome auf die Noten an den Rändern und auf Kleingedrucktes wie Fingersätze und Dynamik.
- Scanne die nächste Seite. Halte denselben Abstand und dasselbe Licht.
- Speichere alle Seiten in der richtigen Reihenfolge als ein PDF und benenne die Datei mit Titel und Komponist.
Tipps für einen guten Scan
- Licht. Tageslicht von einem Fenster neben dir oder zwei Lampen zu beiden Seiten geben den wenigsten Schatten. Meide den Blitz. Er macht Blendung auf glänzendem Papier.
- Winkel. Kippt die Kamera, neigen sich Taktstriche und die Notensysteme verbiegen sich. Halte das Gerät parallel zur Seite.
- Flache Seiten. Drück eine Seite mit einer klaren Glas- oder Kunststoffscheibe flach oder beschwere die Ecken. Eine gewellte Seite macht ein gekrümmtes Notensystem.
- Schärfe. Nutze die höchste Qualität, die der Scanner bietet. Halte still oder stütze die Ellbogen auf den Tisch.
- Kontrast. Nutze Farbe oder Graustufen für Bleistiftmarkierungen und Schwarzweiß für eine saubere gedruckte Seite. Ist das Papier vergilbt, kann ein Schwarzweißmodus es klar machen.
- Ränder. Beschneide nicht in die Musik hinein. Lass etwas Weiß um die äußeren Notensysteme und die Seitenzahl.
- Reihenfolge. Scanne die Seiten der Reihe nach, auch leere Rückseiten, die du fürs Umblättern brauchst.
Gebundene Bücher und dicke Partituren
Das Problem ist der Bund. Musik nahe am Buchrücken wölbt sich von der Kamera weg und beschattet die Seite.
- Öffne das Buch flach und scanne eine Seite nach der anderen, mit der Kamera nur über dieser Seite.
- Drück den Buchrücken sanft, aber knicke ihn nicht. Eine klare Acrylscheibe hilft.
- Scanne die Seite mit etwas Abstand und beschneide später, damit die inneren Notensysteme nicht abgeschnitten werden.
- Ist ein Buch zu steif, um flach aufzuliegen, kopiere die Seite mit einem Kopierer und scanne die Kopie.
Alte oder verblasste Noten scannen sich bei starkem, gleichmäßigem Licht besser. Bleistiftmarkierungen brauchen vielleicht Farbe oder Graustufen, um sichtbar zu bleiben.
Nach dem Scan
- Behalte den Scan als PDF, nicht als Haufen loser Fotos. Eine Datei lässt sich leichter speichern und öffnen.
- Benenne sie klar, etwa Chopin Nocturne Op 9 Nr 2.
- Behalte das Papieroriginal und ein Backup des PDFs.
- Prüfe jede Seite einmal. Eine verpasste Seite ist auf der Bühne eine Überraschung.
Ein Scan ist ein Bild der Seite, er lässt sich also nicht umbrechen oder transponieren wie eine digitale Partitur. Er sieht genau aus wie das Papier, mit Markierungen, und das will ein Spieler meist.
Scannen in SheetScroll
Tippe in der Bibliothek auf Hinzufügen und wähle Seiten scannen, oder such ein PDF oder Fotos aus, die du schon hast. SheetScroll behält eine eigene Kopie und verändert dein Original nie. Es spielt aus Scans genau so, wie sie auf Papier aussehen.
Hast du auch eine digitale Kopie desselben Stücks, etwa MusicXML, kann SheetScroll beide verknüpfen und deinen Seiten ebenso genau folgen. Scans folgen mit demselben Zuhören und automatischen Umblättern wie jede andere Partitur. Zuhören ist SheetScroll Pro; Lesen, Markierungen und Setlists sind kostenlos.
Fragen
Kann ich Noten mit meinem Handy scannen?
Ja. Leg die Seite flach, halte das Handy parallel dazu bei gleichmäßigem Licht und nutze einen Dokumentenscanner-Modus, um ein PDF zu erzeugen. Die Kamera eines aktuellen Handys ist scharf genug für gedruckte Noten.
Welche Auflösung ist die beste zum Scannen von Noten?
Die höchste, die dein Scanner bietet, ist eine sichere Wahl. Bei gedruckten Noten zählt ein scharfes Foto von direkt oben mehr als die Zahl der Pixel.
Wie scanne ich Noten aus einem dicken Buch?
Öffne es flach, scanne eine Seite nach der anderen mit der Kamera direkt über dieser Seite und lass nahe am Buchrücken einen Rand, damit die inneren Notensysteme nicht abgeschnitten werden.
Kann eine App bei einer gescannten Partitur umblättern?
SheetScroll kann das. Es folgt Fotos und Scans, wie sie auf Papier aussehen, und blättert bei eingeschaltetem Zuhören zwei Schläge vor dem Seitenende um.
Ist es legal, meine Noten zu scannen?
Eine gedruckte Kopie, die du besitzt, für den eigenen Gebrauch zu kopieren, ist gängig, aber Gesetze und Verlagsbedingungen unterscheiden sich. Gemeinfreie Musik darfst du frei kopieren. Prüfe die Regeln dort, wo du lebst.
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